Man wischt die entscheidenden Stellen des Beweises sofort nach dem Anschreiben wieder weg (rechts schreiben, links wischen).
Sei p ein Punkt q, wir wollen ihn r nennen.
Das hat irgendwann schon mal jemand gezeigt.
Das muss stimmen. Das steht so im Forster.
Das kann nicht stimmen. Das steht so im Jänich.
Ich habe das Problem erkannt!
Ich glaube, ich habe das Problem erkannt!
Vielleicht schmeiße ich das gesamte Verfahren jetzt weg...!
Also, ehe wir uns darueber jetzt streiten, glaub ich das einfach!
Weiss das vielleicht jemand von ihnen?
Eine Gewinnmaximierung tritt ein, wann wir gar nichts beweisen, dann verbrauchen wir nämlich am wenigsten Kreide.
Das beweisen wir jetzt gemeinsam. Jeder schreibt eine Zeile, und das Ergebnis ist Staatseigentum.
Wer will's wissen?
Grob gerundet stimmt
Das beweisen wir jetzt nicht, das ist sowieso zu schwer für die Physiker.
Wir zeigen jetzt den Satz, dann beweisen wir die Vorraussetzungen, und daraus folgt alles andere sofort.
Man beweise so lange herum, bis niemand mehr weiss, ob der Beweis nun schon zu Ende ist oder nicht.
Der Autor behandelt nur den Fall n=2 und unterstellt dann, daß die Vorgehensweise für den allgemeinen Fall klar ist.
Der Professor sagt A, schreibt B, meint dabei C, rechnet weiter mit D, bekommt E heraus, aber F wäre richtig gewesen.
Am besten, man verwendet mindestens vier Alphabete und viele Sonderzeichen. Hier reicht das griechische Alphabet alleine nicht mehr aus, um engagierte Zuhörer abzuschrecken. Ein kurzer Exkurs in die hebräischen Sonderzeichen sollte aber auch den stärksten Zweifler zum Schweigen bringen.
In Quelle a wird SATZ 5 gefolgert aus SATZ 3 der Quelle b, welcher seinerseits sofort aus KOROLLAR 6.2 der Quelle c folgt, den man trivial aus SATZ 5 der Quelle a erhält.
Es wird ein Verfahren angegeben, um den geforderten Beweis zu konstruieren. Die Korrektheit des Verfahrens wird unter Anwendung einer der oben genannten Beweisführungsprinzipien unwiderlegbar nachgewiesen.
Prof. kurz vor der Pause: "Diesen Satz beweise ich Ihnen nach der Pause." Prof. nach der Pause: "Wie wir vor der Pause bewiesen haben..."
...
Wenn Dein Nachbar eine Lösung anbietet, die wahrscheinlich richtig ist, kannst Du die einfach abschreiben und hast auch eine richtige Lösung.
Ein Integral ist schnell unter den Tisch gekehrt (vergessen). Ein schlunziges i ist schon ein knappes j.
Welcher Hiwi unterstellt schon, daß der Prof sich in der Vorlesung verrechnet hat?
Der Professor beweist den Satz nicht direkt, sondern bittet einen Studenten. Dieser kommt nicht weiter, was im Widerspruch zum Ziel des Studiums steht (q. e. d.).
"Das ist trivial!"
Der Professor schreibt fast mit Lichtgeschwindigkeit und wischt noch schneller die Tafel.
"Ich glaube, das stimmt so."
"Das auszurechnen, werden Sie ja wohl jetzt nicht von mir verlangen."
Wir reden den Satz solange blöd an, bis er sich freiwillig beweisen läßt.
Als kleine Übungsaufgabe für den geneigten Studenten.
Man verwendet die griechischen Buchstaben m, n, h und x durcheinander.
Man schreibt den Beweis an die Tafel und stellt sich davor.
"Wer von Ihnen ist dafür?"
Wir mischen solange Pascal, Module, C++, Fortran 77 und CIP-L, bis es selbst der Computer glaubt.
Beweis durch Ermüdung.
"Das ist doch wohl trivial."
Eine lange, zusammenhanglose Folge von wahren und/oder bedeutungslosen, syntaktisch verwandten Aussagen wird verwendet. Während der engagierte Leser noch versucht, den roten Faden zu finden, wird er durch parallele Anwendung der überladenen Notation verwirrt.
der Autor zitiert ein einfaches Korollar eines Theorems, welches problemlos nachgelesen werden kann und zwar in einem Mitteilungsblatt der slovenischen philologischen Gesellschaft, 1883. Diese Beweisführung ist völlig erschöpfend und wird seit Jahrzehnten mit Vorliebe bei schriftlichen Ausarbeitungen (siehe Literaturangaben in beliebigen Dissertationen und Habitilationen) angewandt.
QUELLE: HängeMathe der Uni Bonn, gesammelt von Roland Jesse (Otto v. Guericke Universitat Magdeburg, 1995)